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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Ausbildung Ortsfeuerwehren 2021 zum Thema Vegetationsbrände ist voll am Laufen

Bereits am 27.April wurde unter Einhaltung der Covid-19 Schutzmassnahmen der Theorieblock bei der Feuerwehr Böttstein-Leuggern im Kanton Aargau durchgeführt. Mit der Theorie wurde der «Grundstein» für den Praxisblock vom Samstag 1. Mai gesetzt.

An der Praxisausbildung wurde zuerst das Modell vorgeführt und in Brand gesetzt. Dies zur Festigung der SKARS-Regeln und das Verständnis zum Feuerverhalten zu wecken. Anschliessen galt es in zwei Posten die Arbeit mit Tools und die Erstellung von Haltlinien zu erarbeiten sowie an zwei praktischen Beispielen im Gelände die richtigen Taktiken und Techniken herauszufinden.

Ganz am Schluss galt es im Plenum einen Flächenbrand mit Stroh zu bekämpfen. Da das Gelände sehr nass war, konnte eine etwas kleinere Brandentwicklung beobachtet werden. Beide Programme wurden jeweils am Morgen und Nachmittag mit je der Hälfte der Teilnehmenden durchgeführt.

Am Samstag 8. Mai wurden dann die Feuerwehr Biel-Benken im Baselland bei schönem Wetter praktisch unterrichtet. Der Theorieblock erfolgte bereits Anfang 2020. Ähnliches Programm aber mit einer Demo Haltelinie nass ergänzt. Der Flächenbrand erfolgte dann mittels einer Einsatzübung mit Feuer und Einsatz Haltelinie nass (Halten Wald) und Einsatz von Handwerkszeuge und Rückenspritzen.

Beide Ausbildungen waren bei völlig unterschiedlichem Wetter ein guter Erfolg.

Peter Zbinden Teamleiter @fire Schweiz