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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Kurzbericht Weekend Adelboden September 2020


Wie jedes Jahr traf sich das @fire Team Schweiz zu einem Ausbildungs- Weekend. Am Freitagabend haben wir uns beim vereinbarten Treffpunkt oberhalb Adelboden auf der Alp Tüfäbode. Dank der Initiative vom Mätthu Allenbach konnten wir in der fast neuen Alphütte sogar in Betten schlafen, welch ein Luxus. Die Anfahrt zur Hütte war nur mit nicht tiefergelegten Fahrzeugen möglich und dennoch musste Michu einen Platten auf der schlechten Strasse in Kauf nehmen. Doch dank des „Einheimischen“ Mätthu war innerhalb einer halben Stunde ein Ersatzreifen organisiert. Nach dem Bezug der Hütte und einem reichhaltigen Apéro setzten resp. stellten wir uns zu einem Fondue mit langen Gabeln am offenen Feuer. Gerührt und zubereiten von unserem 5* Koch Mätthu. Trotz prallvollen Mägen gab dann noch ein Dessert aus Mätthus „Diätküche“. Die Kameradschaft wurde bis in die Morgenstunden am offenen Feuer ausgiebig gepflegt.

Samstag, Ausbildungstag: Nach einem ausgiebigen Frühstück und der Ankunft der letzten Teilnehmer steht das Arbeiten in schwierigem Gelände auf dem Programm. Nach einer kurzen Theorie und Einführung durch die Ausbildner in die Thematik wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet. Eine Gruppe Erfahrene und eine Gruppe Neumitglieder, die praktisch eingeführt wurden. Das Übungsgebiet bot alles an Leckerbissen zur Gebirgsbrandbekämpfung. Nach einem kurzen Lunch wurden in zwei Gruppen diverse Einsatzsituationen abgearbeitet.

Der Abend endete mit viel Grillfleisch, Folienkartoffeln und Bohnen direkt vom Feuer, und tollem Dessert. Vor allem die von Mätthu selbst gemachten Ragusa Riegel mit Mandeln waren der Hammer.

Am Sonntag dann Frühstück mit Speck und Eier vom Holzfeuer, herrlich. Nach dem Reinigen der Hütte und verladen der Fahrzeuge verschoben wir mit den Fahrzeugen ins Tal, wo eine Einsatzübung „am Bach“ durchgeführt wurde. Einsatz Hondapumpe, erstellen Progressive Hoselay und Single Hoselay und Angriff aufs imaginäre Feuer. Alles Material musste über den Bach gebracht werden und dies ohne vorhandene Brücke… Nach Übungsabbruch wurde ein ausführliches Debriefing gehalten und Fehler direkt besprochen. Zusammengefasst ein tolles Weekend mit viel Ausbildung aber auch Pflege der Kameradschaft.