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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Grundkurs Umgang mit Hubschrauber bei Waldbränden 2020


Erfahrungsbericht @fire Grundkurs

Umgang mit Hubschrauber bei Waldbränden durch Air Zermatt in Raron

Der Grundkurs Umgang mit Hubschrauber für @fire wurde dieses Jahr durch das Air Zermatt Training Center in Raron durchgeführt. Am Freitag, 24. September 2020 nahmen 9 Mitglieder von @fire (5 Mitglieder @fire Deutschland, 1 Mitglied @fire Österreich und 3 Mitglieder @fire Schweiz) am Kurs teil.

Kursleiter und Ausbildner waren Michele Imhasly (Air Zermatt), Patrick Steffen (Feuerwehr Zermatt) und Kari Pfyl (ehemals Kommandant Feuerwehr Schwyz) sowie Dario Goppa (Rettungssanitäter Air Zermatt).

Programm: 08.00 Eintreffen auf der Basis Heliport Zermatt. Einführung in den Kurs.

08.30 Theorie: Vorstellung Air Zermatt (mit Filmen und Beispielen ihrer Tätigkeiten), Flugphysiologie, Umgang mit dem Helikopter in den Rollen von Mitgliedern von @fire, Einweisung von Helikopter, Laden und Entladen von Material)

10.30 Praktische Arbeit mit Beladung einer grossen Motorspritze (ca. 250 kg) mit Zubehör in ein Netz (als Unterlast), Anpassen und montieren der „Gstältli“ für MERS/Longline im Einsatz und Test derselben am Schwebekran. Dario Goppa erklärte den Teilnehmern den eben erst gelandeten Sanitätshubschrauber mit dem Aufbau im Detail.

12.00 Mittagslunch in den Hallen von Air Zermatt, wo wir mit der Crew von Air Zermatt und auch innerhalb der @fire Mitglieder gute Gespräche führen konnten. (Aufgrund der gesetzlichen Mittagsruhe konnten die Flüge erst um 13.00 Uhr starten).

13.00 Praxis: In 3er Gruppen sowie je einem Kursleiter starteten die Hubschraubermissionen. Zuerst wurde ein Team mit Material an einen abgelegenen Ort auf ca. 1200m Höhe geflogen. Hier konnte das richtige Ein- und Aussteigen bei schwebendem Hubschrauber mit Material trainiert werden. Daraufhin wurde das nächste Team abgeholt und an denselben Ort geflogen und das erste Team flog an einen neuen Ort usw. So war man als Team ständig gefordert und die Rollen innerhalb des Teams wurde jedes Mal gewechselt. An unterschiedlichen Standorten konnte man das Ein- und Aussteigen, auch auf dem Co-Pilotensitz intensiv üben. Am letzten Standort wurden die Teams via „langem Seil“ MERS(Multi Evacuation and Rescue System)/Longline auf einer Höhe von ca. 600m ab Boden an die nächsten Standorte geflogen. Die Verschiebung konnte so trainiert werden, wenn ein Team von @fire bei einem Waldbrand an unzugängliche Orte gelangen muss. Im letzten Teil der Praxis konnte mit einem „Bamby-Bucket“ (Löschwasserbehälter mit 800 l Wasser) gearbeitet werden. Die Teams setzten Punkte auf einem Feld und konnten den Helikopter via Funk zu einem Punktabwurf einweisen. Die Kursleiter erteilten dann im Feld ein kurzes Feedback zur Arbeit der Teilnehmer und der Teams. Zum Abschluss konnten wir noch das Einweisen des Hubschraubers üben und wir wurden wieder zügig 15.45 zur Schlussbesprechung und Ausgabe Kursbescheinigung in die Basis Raron zurück verschoben

Zusammenfassung:

Die theoretische Einführung wurde fachtechnisch perfekt und mit Beispielen ergänzt. In der praktischen Arbeit konnten die Aufgaben als Waldbrandbekämpfer mit Flugunterstützung realistisch trainiert werden. Nebst der spannenden Ausbildung haben die Teilnehmer auch die Kameradschaft untereinander (Teamübergreifend) pflegen können und die Freude am Fliegen kam auch nicht zu kurz! Der Kursleiter, seine Unterstützungen und der Pilot haben uns gezeigt, wie man mit einem Hubschrauber richtig arbeitet, dies mit grossem Engagement! Herzlichen Dank dafür. Daniel Aeschbach @fire Schweiz