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Waldbrandbekämpfung // WFF

Seit nunmehr fast 10 Jahren befasst sich @fire mit der Ausbildung ihrer Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung und verfügt so mittlerweile über ständig einsatzbereite Spezialkräfte. Diese Crews sind spezialisiert auf

  • den Schutz von Häusern (structure protection)
  • den schnellen Erstangriff eines Brandherdes (initial attack) ggf. auch per Helikopter
  • das direkte Arbeiten an der Flammenfront (hot lining)
  • das indirekte Arbeiten an der Feuerfront durch Anlegen von Schutzschneisen und dem Ausbrennen dieser Schneisen (Burnout)

Der Vorteil dieser Crew ist die schnelle Einsatzbereitschaft, der problemlose Transport und die hohe Mobilität. Nicht nur in schwer zugänglichen Regionen hat sich diese Einsatzform bewährt. In der Kombination mit Wasserabwürfen von Flugzeugen / Helikoptern und sofern das gelände zugänglich ist mit Löschfahrzeugen kann eine Handcrew dann ihre volle Schlagkraft entfalten.

Eine schnelle Einsatzbereitschaft ist dadurch gegeben, dass für den Transport alle Einsatzmaterialien wie Handwerkzeuge, Motorkettensägen, kleine Pumpen mit Schläuchen und Armaturen, Kommunikations- und Einsatzlogistik in Transportkisten verpackt und ständig einsatzbereit sind. Eine Handcrew umfasst je nach Einsatzlage 10 bis 20 Mitglieder.

Ausbildungswochenende 2016

Und wieder hiess es „Herzlich Willkommen“ zum Trainingswochenende 2016 in der abgelegenen Hubelhütte im Selital des Naturpark Gantrisch. Die kleine Hütte bietet zwar weder Strom noch fliessendes Wasser, dafür ein ausgedehntes Trainingsgelände in ursprünglichster Natur. Einige Teammitglieder waren bereits am Vorabend angereist und haben das Basecamp auf Betriebstemperatur gebracht. Der Abend wurde dann mit einem Fondue abgerundet.

Am Samstagmorgen um 08.30 Uhr war Treffpunkt aller Teilnehmer in der Hütte. Nach dem Bezug der Unterkunft und Erstellen der Einsatzbereitschaft starteten wir zum ersten Ausbildungsblock „Arbeiten im schwierigen Gelände mit Absturzsicherung“. Unter fachkundiger Führung wurde das Thema Seiltechnik vertieft und praktisch angewendet. Die erarbeiteten Grundlagen vom letzten Jahr wurden so weiter verfeinert, dass auch ein aktives Arbeiten mit Handwerkzeug und Geräten möglich ist.

Als Unterbrechung des Ausbildungsblockes diente die wohlverdiente Mittagspause. Picknick im Feld inkl. frisch gebrühtem Kaffee vom Gaskocher. Auch die Begegnung mit sehr neugierigen Einheimischen blieb nicht aus.

Gegen 15.00 Uhr wurde dann das Material sortiert, gepackt und das Team marschierte zurück zur Hütte.

Als erster theoretischer Teil fand eine Einführung in die Geheimnisse des Wettermessgerätes „Kestrell“ statt. Danach folgte ein Block Erste Hilfe mit einem schriftlichen Test zu diversen Themen wie z.B. Verbrennungen und Überhitzung. Bei der gemeinsamen Besprechung wurden dann alle Teammitglieder auf denselben Wissensstand gebracht.

Zum Abschluss des Tages wurde die Grillstelle befeuert und ein Abendessen mit Fleisch und einem kühlen Bier serviert.

Sonntag, 07.00 Uhr. Für einen guten Start in den Tag durfte ein reichhaltiges Frühstück natürlich nicht fehlen. Danach Abwasch, klar Schiff machen in der Hütte und Aufbruch zum Parkplatz wo wir zum dritten Teil des Wochenendes starteten.

Zwei Teams wurden mit voller Einsatzausrüstung inkl. Werkzeug ausgerüstet und für den anstehenden Orientierungsmarsch eingeteilt. Es folgte ein Marsch durch Gelände und über Wanderwege. Vorgegeben waren jeweils ein Start und ein Zielpunkt. Die Marschroute wurde dann im Team selber bestimmt. So konnten die nächsten Wege benützt oder je nach Topographie auch querfeldein gegangen werden. Angelaufen wurden drei Punkte bei denen jeweils Fragen zu Wetter und medizinischen Themen zu beantworten waren. Die gelaufene Distanz betrug ca.6km. Nach Zieleinlauf beider Teams wurden wiederum die Fragen besprochen und Unklarheiten beseitigt.

Danach verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Heimweg.